Dreyer fordert Nachbesserungen beim Pflege-TÜV

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Bild picture-alliance dpa: Dreyer fordert Nachbesserungen beim Pflege-TÜVDie rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) hat kurzfristige Verbesserungen des Pflege-TÜVs angemahnt. Denkbar sei etwa die Einführung von K.-o.-Kriterien.

Bislang können Einrichtungen mangelhafte Leistungen in der Pflege durch schöne Raumgestaltung abfedern.

So wie es bisher ist, bilden die Gesamtnoten nicht den wirklichen Stand der Pflege ab", kritisierte Dreyer.

Sie sprach sich für die Einführung von Bewertungskriterien aus, so dass "eine 5 in der Pflege nicht ausgeglichen werden kann".

Die Ministerin kritisierte auch, dass am Freitag im Bundesrat ein Antrag Baden-Württembergs angenommen wurde, der Korrekturen am System wieder auf die lange Bank schiebe. Rheinland-Pfalz hatte dagegen einen Antrag vorgelegt, schnelle Maßnahmen zu ergreifen ­ ohne umständliche Evaluation.

Qualität in der Pflege lässt zu wünschen übrig

Der Pflege-TÜV wurde Mitte 2009 auch gestartet, um die Qualität in den vielfach kritisierten Altenheimen flächendeckend zu verbessern. Nach einer Erhebung leidet jeder zehnte Bewohner der Heime unter Missständen wie Wundliegen, Abmagerung oder Stürzen infolge mangelnder Betreuung. Mit dem TÜV sollen Noten von eins bis fünf die Suche nach einem guten Heimplatz oder auch einem ambulanten Dienst einfacher machen.

Rheinland-Pfalz sei das einzige Land, das im vergangenen Dezember die Veröffentlichung der Noten durch die Kassen, die nur in Rheinland-Pfalz aktiv sind, stoppte. Der Medizinische Dienst der Kassen hatte festgestellt, dass die Mehrheit der überprüften ambulanten Pflegedienste im Land die Note mangelhaft erhalten habe. Dreyer kritisierte damals, viele dieser Dienste hätten wohl schlechter abgeschnitten als verdient.

Quelle: SWR