Koalitionsbeschlüsse in Sachen Pflege - Zusätzliche Lasten, keine Vorsorge
08.11.2011 Ab 2013 steigt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung um 0,1 Prozentpunkte - vor allem, um die Versorgung Dementer zu finanzieren. So wünschenswert zusätzliche Leistungen auch sein mögen, sie über höhere Beitragssätze zu finanzieren, ist der falsche Weg.
Ohnehin stellt der demografische Wandel die umlagefinanzierte Pflegeversicherung vor kaum lösbare Probleme. Weitere Leistungsversprechen verschärfen die Lage nur. Da reicht es auch nicht, wenn die freiwillige Zusatzvorsorge zukünftig nach dem Modell des Riester-Sparens gefördert werden soll. Das lohnt sich eher für junge Beitragszahler. Es sind aber gerade die älteren Jahrgänge, die von der Ausweitung des Leistungskatalogs am meisten profitieren und deshalb zur Finanzierung auch verstärkt etwas beitragen müssten.
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln)
Ansprechpartner
Dr. Jochen Pimpertz
Telefon: 0221 4981-760
Quelle: pressrelations
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