Königin Silvia eröffnet Demenzstation der Malteser in Köln
21.10.2009 Oberbürgermeister Schramma: "Köln ist Zentrum mit Vielzahl von Angeboten für Demenzkranke!"
Am Samstag, 17. Oktober 2009, eröffnete Königin Silvia von Schweden im Malteser Krankenhaus St. Hildegardis in Köln-Lindenthal eine Demenzstation. Es ist die erste dieser Art der Malteser in einem Krankenhaus der Grundversorgung. Die Malteser beschreiten damit einen vollkommen neuen Weg in der Versorgung demenzkranker Menschen.
Vorbild für die Station sind Einrichtungen der 1996 auf Initiative der schwedischen Königin gegründeten Stiftung "Silviahemmet" (Silviaheim). Die Stiftung hat ein umfassendes Konzept zur Begleitung und Versorgung Demenzkranker und ihrer Angehöriger entwickelt. Auf diese Erfahrungen konnten die Malteser bei der Gestaltung der Station und der Schulung der Mitarbeiter durch eine Kooperation mit der königlichen Stiftung zurückgreifen.
Oberbürgermeister Fritz Schramma, der Königin Silvia im Hildegardis Krankenhaus begrüßte, freute sich über den Besuch aus dem schwedischen Königshaus:
Die Kooperation der Malteser mit der königlichen Stiftung Silviahammet wirkt sich sehr positiv für Köln aus. Wir sind stolz, dass Köln als erste Stadt in Deutschland einen so innovativen Schritt in einem Krankenhaus der Grundversorgung vollzieht und danken Königin Silvia für ihren Besuch.
Köln und die Region seien schon jetzt mit zahlreichen Angeboten und Hilfen ein Zentrum für diese Erkrankung in Nordrhein-Westfalen und entwickelten sich auch bundesweit in diese Richtung, so der Oberbürgermeister weiter. Mit dem neu gegründeten Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln und dem Exzellenzcluster Alternsforschung an der Universität zu Köln sei Köln sehr gut auf diesem Gebiet aufgestellt, auch was zentrale Felder der Forschung angehe. In Bonn entstehe darüber hinaus das Deutsche Zentrum für die Erforschung Neurodegenerativer Erkrankungen, von dem man sich bundesweit Impulse in dem Forschungsbereich verspreche und dem auch Köln als ein Partnerstandort verbunden sei.
Auch Gesundheitsdezernentin Marlis Bredehorst betont, dass Köln in punkto Demenzerkrankungen vorbildlich agiere:
Köln hat allerhand vorzuweisen. Die Stadt und eine Vielzahl von engagierten Anbietern ambulanter Hilfen setzen sich dafür ein, dass möglichst viele Kölnerinnen und Kölner mit Hilfe ihrer Angehörigen so lange wie möglich selbst bestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben können. Hinzu kommen Wohngemeinschaften und stationäre Einrichtungen, von denen mittlerweile zahlreiche qualitativ hochwertige, innovative und zunehmend individuelle Angebote für den besonderen Personenkreis der demenziell Erkrankten bereitstellen. Um über die zahlreichen Hilfs- und Unterstützungsangebote zu informieren, hat die Stadt den "Wegweiser für Menschen mit Demenz und deren Angehörige" erstellt. Er ist auf der städtischen Internetseite veröffentlicht und als Broschüre.
- Wegweiser für Demenz und deren Angehörige
So sind in Köln neben den vielen vorbildlichen Heimen unter anderem das städtische Beratungstelefon für Senioren und Menschen mit Behinderung, 0221-221-27400, das Kölner Alzheimer Forum bei den SBK, die Alzheimer Gesellschaft Köln, die Alzheimer-Selbsthilfe, das Demenz-Servicezentrum für die Region Köln und das südliche Rheinland, die Fachberatungen in den Gerontopsychiatrischen Zentren der Rheinischen Kliniken in Rodenkirchen/Porz, Mülheim und dem Kölner Nordwesten oder die Fachstelle für pflegende Angehörige sowie Entlastungsdienste für Angehörige, die Demenzkranke zuhause pflegen, beheimatet.
Vom 26. Oktober bis 6. November 2009 finden in Köln die zweiten Kölner Demenzwochen statt. Sie werden vom Demenzservice-Zentrum für die Region Köln und das südliche Rheinland sowie der Alzheimer Selbsthilfe e. V. organisiert und bieten insgesamt 80 Veranstaltungen zum Thema Demenz, angefangen von Informationen über medizinische Grundlagen, Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche und therapeutische Einflussmöglichkeiten über Wohnformen und rechtliche Aspekte bis hin zu bürgerschaftlichem Engagement, ethischen Fragen und Kultur.
Weitere Informationen zu den zweiten Kölner Demenzwochen Die Schirmherrschaft hat Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes übernommen.
In Köln leben derzeit bis zu 30.000 Menschen mit einer Demenz. Nach Prognosen wird sich die Zahl bis zum Jahr 2015 auf 31.500 und bis zum Jahr 2023 auf bis zu 32.000 Personen erhöhen.
Quelle: www.stadt-koeln.de Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit- Jörg Wehner
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